Nach alter Tradition findet die Weinlese nach dem 28. Oktober
statt und kann sich bis zum ersten Schnee hinziehen.
Dies erlaubt die Entwicklung des Botrytis cinerea
(edler Schimmelpilz) und den Erhalt eines hochkonzentrierten
Mostes. Ist der Anteil an edelfaulen Beeren hoch genug,
werden diese auf der Traube aussortiert.
Der Aszú wird Beere um Beere von Hand gelesen,
dann erfolgt die Maischung mit dem Most und dann
der Gährungsprozess, der eineinhalb Monate beträgt.
 
       
     
 

Leichter als der Tokajer Aszú, ist der Tokajer Fordítás, der aus der Maischung
des Pressrückstandes von Aszúbeeren gewonnen wird, dem aller Zucker und Aroma
entnommen wurde. Ist die Anzahl der botrytisierten Beeren nicht ausreichend um eine separate
Auslese zu rechtfertigen, werden die Trauben mit und ohne Trockenbeeren gekeltert
und zu einem Weisswein verarbeitet, den man Szamorodni nennt.
Je nach Anteil der botrytisierten Trauben ist der Szamorodni mehr oder weniger likörig
und kann daher trocken oder süß ausfallen.

 
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